Krippenausstellung aus der Sammlung von Josef Golling

Krippenausstellung im Pflegschloss

Ab Samstag, 27. November zeigt das Museum im Pflegschloss eine Ausstellung mit Krippen aus der Sammlung von Josef Golling, München. Er hat über viele Jahrzehnte hinweg Krippen aus aller Welt zusammengetragen und überlässt die Exponate der aktuellen Ausstellung bis Januar 2022 den Museen Schrobenhausen.

Maria, Josef und das Kind in der Krippe – man findet sie überall auf der Welt, aus Holz geschnitzt, aus Lehm modelliert, aus Keramik gegossen und bemalt, aus Stein gemeißelt oder mit Papier gestaltet.  Ob Bauern im Erzgebirge, christianisierte Stämme in Afrika oder Indios in den Anden: Sie alle stellen Jahr für Jahr im Dezember kleine Figuren auf - Maria, Josef und das Jesuskind, dazu Hirten, Ochs und Esel, Schafe und vielleicht noch das eine oder andere einheimische Tier, natürlich auch die Könige aus dem Morgenland und eine Reihe anderer Personen – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Mit zunehmender Verbreitung der Aufstellung von Krippen zum Weihnachtsfest kam es im 19. Jahrhundert zu einer regelrechten "Krippen-Manufaktur". In den holzreichen Regionen von Böhmen und Mähren und später auch in Südtirol und Oberbayern verdienten sich Bewohner ganzer Landstriche in den langen Wintermonaten ein Zubrot durch das Schnitzen von Krippenfiguren, die dann im Frühjahr häufig durch wandernde Handwerksburschen in die Städte zum Verkauf gebracht wurden. Durch die Verwendung einfacher Materialien wie Pappmaché oder Press-Papier wurden die Krippen dann zunehmend auch für ärmere Bevölkerungsschichten erschwinglich.

Im Zuge der Verbreitung des Evangeliums durch christliche Missionare haben sich Weihnachtskrippen inzwischen in aller Welt etabliert. Kein Land, in dem die Einheimischen nicht eigene Weihnachtskrippen herstellen, keine Ausführung, die nicht schon konzipiert wurde, kein Material, das nicht schon zum Einsatz kam. Weihnachtskrippen sind inzwischen ein multikulturelles und globales Phänomen. Überall wo Christen ihren Glauben leben, versuchen die Menschen ihrer Vorstellung von der Geburt Christi Ausdruck zu verleihen: In den südamerikanischen Anden das Jesuskind mit einem Inka-Mützchen, bei den Suomi in Finnland in einem Rentierhaut-Zelt, in Japan Maria und Joseph in Samurai-Tracht.

Auf eine offizielle Eröffnung wird wegen der aktuellen Entwicklung der Pandemie verzichtet. Im Museum gelten 2 G+ und FFP2-Maskenpflicht. Geöffnet: Mi, Sa, So und feiertags: 14-16 Uhr (geschlossen an Heiligabend und am erstem Feiertag)