Spurensuche in der Tiefe 

Bayern und das Meer 

Die Ausstellung stellt archäologische Fundstücke aus Schiffswracks in den Mittelpunkt. Nikolaus Graf von Sandizell – aus dem alten bayerischen und für den Raum Schrobenhausen bedeutenden Adelsgeschlecht der Sandizell – ist seit nunmehr 25 Jahren mit seinem Unternehmen beschäftigt, vorrangig in Afrika und im asiatischen Raum nach gesunkenen Schiffen zu forschen und seltene Schätze zu bergen; er hatte die Idee zu dieser Ausstellung. Die untersuchten Schiffswracks vor den Kapverden, Mosambik und vor Indonesien sind Zeugnisse für die Entdeckungsreisen und den frühen weltumspannenden Handel über See. 

Nicht nur Portugiesen, Spanier, Engländer und Holländer waren an Entdeckungsfahrten auf See und der darauf folgenden europäischen Expansion beteiligt, auch Deutsche hatten ihren Anteil. Schon früh unterstützten verschiedene bayrische Handelshäuser wie die Augsburger Fugger den Warenaustausch. Andere Bayern produzierten Waren
oder beteiligten sich als Kaufleute an dem Handel nach und von Übersee. Die Bayern begaben sich auch direkt aufs Meer und fuhren in die neue Welt.

Die Ausstellung zeigt archäologische Funde und Bilder des 16. - 19. Jahrhunderts aus deutschen Meeresmuseen und privaten Sammlungen,
von denen viele erstmalig gezeigt werden. Ebenso veranschaulichen Fotos, Schiffsmodelle und Installationen die Entdeckungsreise in die 
Vergangenheit.

Beitrag im BR: 
https://www.br.de/mediathek/video/sonderausstellung-bayern-und-das-meer-av:5d25e424ca9c9700133b1def 


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Objekte und Szenen aus der Ausstellung 

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Anton Vogler, Äquatorialsonnenuhr

Messing, Augsburg 18. Jh.
Äquatorial-Sonnenuhr
Insgesamt zu sehen sind drei Sonnenuhren diese Art. Sie kommen nicht nur von einem privaten Leihgeber aus Augsburg, sie wurden dort auch im 18. Jahrhundert hergestellt. Signiert sind sie mit Andreas Vogler (1730 – 1800), Augsburg, ein in seiner Zeit bekannter Hersteller zahlreicher Äquatorialsonnenuhren, aber auch von Mond- und Sternuhren.
 
Was ist das Besondere an solchen Uhren? Sonnenuhren gehören zu den ältesten wissenschaftlichen Instrumenten und sind Zeugnisse früher menschlicher Beobachtungs- und Erfindungsgabe. Die Äquatorialsonnenuhr ist eine der drei häufigsten Bauarten einer Sonnenuhr, in diesem speziellen Fall aber sind die Uhren kleine Taschenuhren und wurden auf Reisen mitgeführt. Ihr Name gründet sich in der Lage des Zifferblattes – es liegt parallel zur Äquatorebene. Als Schattenwerfer dient ein parallel zur Erdachse angeordneter Polstab. Er ist um die geografische Breite zum Horizont geneigt und steht senkrecht zur Äquatorebene. Da der Stundenwinkel in der Äquatorebene definiert wird, ist das Zifferblatt linear unterteilt, der Winkel zwischen den Stundenmarken beträgt immer 15 Grad.
Die geographische Breite des Beobachtungsortes wird an dem seitlichen Viertelkreis eingestellt. Mit dem in der Grundplatte eingelassenen kleinen Magnetkompass wird die Nord-Süd-Richtung eingestellt. Mit einem kleinen Lot wird die horizontale Lage überprüft. Der Schatten des Schattenstabs zeigt die wahre Ortszeit auf einem mit römischen Ziffern versehenem barocken Stundenkreis.  Alle drei Exponate sind aus massivem Messing mit Glas.
 

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