Künstlerinnen des Atelier K4

Neun Künstlerinnen, neuen Positionen, neun Techniken. Das klingt nach Unterschieden. Es ist aber genau diese Vielfalt der Exponate, die zur Harmonie der Ausstellung führt, die vom
13. Oktober bis zum 24. November 2019 in der Städtischen Galerie im Pflegschloss in Schrobenhausen zu sehen ist.
 
Was oder wer verbirgt sich hinter „Atelier K4“?  Es handelt sich um ein Künstlerhaus, das vor über 15 Jahren von der Malerin Ragela Bertoldo ins Leben gerufen wurde und bis heute mit viel Engagement aufgebaut und erhalten wurde. Die Künstlergemeinschaft, die sich in der Zusammensetzung mehrfach veränderte, konnte sich in einem sehr kreativen Umfeld entwickeln. Es sind immer um die zehn Künstlerinnen, die auf drei Etagen in einer Jugendstilvilla in Heimenkirch im Allgäu ihren Raum für schöpferische Zurückgezogenheit finden. Sie alle kommen aus einem Umkreis von etwa 40 km.
 
Das großzügige Haus in der Dorfmitte bietet den idealen Rahmen für eine Künstlergemeinschaft, die frei und ohne gegenseitige Verpflichtungen arbeiten kann. Es sind die herrschaftlichen Räume des Wohnhauses eines alten Brauergeschlechts, die einerseits den persönlichen Rückzugsraum, darüber hinaus in den gemeinsamen Räumen wie Küche, Wohnzimmer oder Loggia viel Austausch ermöglicht, das Reden über Probleme und Lösungen oder einfach nur zum Plaudern. Jede der Künstlerinnen ist Teil des Ganzen und doch für sich.
 
Die Harmonie in der Ausstellung ist in der Tat ein Zeichen des guten Miteinanders der Künstlerinnen. Beeindruckend ist die Vielfalt der künstlerischen Positionen, jeweils geprägt von einer eigenen Handschrift mit Charakter. Die Techniken reichen von Malerei, Druck, Fotografie, Schmuckinstallationen bis hin zu Stoff- und Seilobjekten. Viele Positionen sind es, die in der Schau vertreten sind und die jeder für sich erleben sollte, so wie Christoph Schlingensief es formuliert: „Kunst wird erst dann interessant, wenn wir vor irgendetwas stehen, das wir nicht gleich restlos klären können.“