Sehenswürdigkeiten

Schro­ben­hau­sen kann auf ei­ne über 1200-jäh­ri­ge Ge­schich­te zu­rück­bli­cken, ist weit­hin be­kannt durch ei­ne ku­li­na­ri­sche Spe­zia­li­tät, den Schro­ben­hau­se­ner Spar­gel, be­sitzt ei­ne ma­le­ri­sche Stadt­mau­er aus dem 15. Jahr­hun­dert, vier städ­ti­sche Mu­se­en rund um Kunst und Kul­tur des Schro­ben­hau­se­ner Lan­des und ei­ne Rei­he von in­ter­es­san­ten Kir­chen. Schro­ben­hau­sen liegt in ei­ner na­tur­na­hen Land­schaft, die - fern­ab von Hek­tik und Mas­sen­tou­ris­mus - zum Wan­dern, Rad­fah­ren und Ent­span­nen ein­lädt.
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Alter Friedhof Schrobenhausen

Grabmäler im Alten Friedhof
Bahnhofstraße 13
86529 Schrobenhausen
In der Altstadt von Schrobenhausen befindet sich ein Erholungs- und Naturraum der besonderen Art. Der seit 1991 denkmalgeschützte Alte Friedhof mit seinen kulturhistorisch bedeutsamen Grabmalen, seinen interessanten Grünstrukturen und seinem alten Baumbestand ist eine grüne Oase inmitten der Stadt.

Christuskirche

Evangelisch-Lutherarische Christuskirche in Schrobenhausen
Martin-Luther-Platz 2
86529 Schrobenhausen
Telefon:
08252 89206
Die einzige evangelische Kirche im Schrobenhausener Land, im südlichen Teil des Landkreises. Als zu Altbayern gehörige Stadt war Schrobenhausen bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts rein katholisch, erst im Verlauf des 19. Jahrhundert ließen sich hier Protestanten nieder. Gottesdienste konnten zunächst nur unter unwürdigen Bedingungen abgehalten werden. Im Jahr 1909 gründete sich ein protestantischer Kirchenbauverein. Doch erst im Jahr 1933 konnte mit dem Bau nach den Plänen des Augsburger Architekten Leopold Kalbitz begonnen werden, im Jahr 1934 wurde die Kirche eingeweiht. Die evangelische Christuskirche gilt als typische evangelische Diasporakirche in Altbayern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Europäisches Spargelmuseum

Blick auf das Europäische Spargelmuseum
Am Hofgraben 1a
86529 Schrobenhausen
Telefon:
08252 909850
In einem Turm der Stadtmauer, dem früheren Gefängnis- und Amtsturm, befindet sich seit 1991 das Europäische Spargelmuseum, in seiner Art immer noch einmalig in Europa. Bereits einige Jahre vorher war hier in Schrobenhausen, im Zentrum des bekanntesten bayerischen Spargelanbaugebiets, die erste deutsche Spezialsammlung zum Thema Spargel eingerichtet worden. Das Europäische Spargelmuseum zeigt alles rund um das Thema Spargel: Geschichte, Botanik, Anbau, Kunst und Kuriositäten.

Im Erdgeschoss finden sich ausgewählte Exponate über Geschichte, Botanik und Anbau des Spargels. Alte Kräuterbücher und Kupferstiche zeigen die Pflanze und deren Bedeutung für die Wissenschaft und für die Medizin. Eines der wohl schönsten Bücher hier ist das außergewöhnlich umfangreiche Werk von Jakob Theodor Tabernaemontanus aus dem Jahr 1664. Spezielle Arbeitsgeräte und Werkzeuge zeigen die mühevolle Kultivierung des Spargels, ein interessanter Kurzfilm informiert über die Herkunft und Bedeutung des edlen Gemüses.

Das erste Obergeschoss steht unter dem Motto „Spargelessen". Neben Rezepten und Kochbüchern ist hier eine einzigartige Sammlung von Spargelgeschirren zu sehen: so zum Beispiel eine wertvolle Spargeldeckeldose aus Meißen aus dem Jahr 1780, von der es weltweit nur noch zwei Exemplare gibt, ferner ein Teller mit Spargelmotiven des bekannten Jugendstilkünstlers Emile Gallé oder die wunderschöne Spargelzange des russischen Hofjuweliers Carl Peter Fabergé von 1890.

Frauenkirche Schrobenhausen

Lenbachstraße
86529 Schrobenhausen
Die Frauenkirche ist mit ihrem stattlichen Turmbau sehr wirkungsvoll im Straßenbild. Sie wurde von 1409 bis 1416 aufgrund der Stiftung des später in Neuburg lebenden Schrobenhauseners Ulrich Peißer erbaut. Im Jahr 1442 wurde ein Bürgerspital angegliedert, das sich im Bereich der heutigen Maria-Ward-Realschule befand. Mehrmalige Umgestaltungen der Kirche sind seit Mitte des 18. Jahrhunderts vollzogen worden.

Galerie im Lenbach-Geburtshaus

Blick auf das Lenbachmuseum
Ulrich-Peißer-Gasse 1
86529 Schrobenhausen
Telefon:
08252 909850
In die Stadtmauer eingebunden finden wir das Lenbachmuseum, das Geburtshaus Franz von Lenbachs (1836-1904), des berühmtesten deutschen Portraitmalers des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1936 von der Witwe Lenbachs zurückerworben und als Museum eingerichtet, zeigt Lenbachs Geburtshaus frühe Arbeiten, zahlreiche Studien, Entwürfe und Bildnisse des Künstlers, aber auch Erinnerungsstücke und Mobiliar. Zu sehen sind außerdem Skizzenbücher des jungen Lenbach aus der Zeit von 1851 bis 1860. Drei Räume im Erdgeschoss sind dem bekannten Tiermaler Johann Baptist Hofner (1832-1913) gewidmet, dem Freund und Förderer Lenbachs.

Franz von Lenbach begann zunächst mit der Wiedergabe seiner heimatlichen Umgebung: Landschaften, Tierstücke, Charakterstudien. Bald aber brach er mit seinen Anfängen, schulte sich durch Kopieren am Stil der alten Meister und entwickelte schließlich eine neue Form des Portraits. Der Anschein von Altmeisterlichkeit, den Lenbach seinen Bildnissen verlieh, suggerierte den Dargestellten den Eindruck zeitloser, individueller Würde und Bedeutung. Mit seinen Arbeiten und auch seiner repräsentativen Lebenshaltung übte Franz von Lenbach in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Münchner Kunstlebens aus.

Handwerkermuseum im Zeiselmairhaus

Das Zeiselmairhaus von außen
In der Lachen 1
86529 Schrobenhausen
Telefon:
08252 909850
Nur wenige Gehminuten vom Museumsviertel entfernt befindet sich das Zeiselmairhaus, eines der wenigen erhaltenen spätmittelalterlichen Handwerkerhäuser im nördlichen Oberbayern.

Das Gebäude, 1478 in Ständerbauweise errichtet, war bis 1975 bewohnt und ist seit 1990 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Das Zeiselmairhaus zeigt die Haus-, Handwerks- und Alltagsgeschichte an dem Ort, an dem sie stattgefunden hat.

Im Erdgeschoss ist eine Wohnstube eingerichtet, wie sie in der Schrobenhausener Gegend um 1900 bei Kleinhandwerkern üblich war.

An Hand von Grabungsfunden und Archivmaterial wird die Hausgeschichte dokumentiert. Im Obergeschoss gibt eine Schlafkammer mit gestampftem Lehmfußboden, Holzbohlenwänden und Butzenscheibenfenster einen lebendigen Eindruck von den Wohnverhältnissen zur Erbauungszeit.

Arbeitsräume der Leinweber und Schuhmacher dokumentieren die Handwerkszweige, die im Zeiselmairhaus ausgeübt wurden.

Museum im Pflegschloss

Blick auf das Museum im Pflegschloss
Am Hofgraben 3
86529 Schrobenhausen
Telefon:
08252 909850
Im südwestlichen Teil der Altstadt, direkt an der romantischen Stadtmauer, befindet sich das Schrobenhausener „Museumsviertel" mit drei Museen in unmittelbarer Nähe: Das Museum im Pflegschloss, das Europäische Spargelmuseum und das Lenbachmuseum.

Das herzogliche Pflegschloss, früher Sitz des Landgerichts und Wohnung des Landrichters, beherbergte seit 2002-2017 das Schrobenhausener Stadtmuseum, es gab Einblick in die über 1200-jährige Geschichte der Stadt und in die Geschichte des Umlandes.

Im Zuge von Umbaumaßnahmen zum Brandschutz musste die heimatgeschichtliche Sammlung mit allen Einbauten entfernt und eingelagert werden. Diese Gelegenheit gab Anlass zu Überlegungen in Richtung Neuaufstellung, die schließlich auch beschlossen wurde. So wird derzeit die Dauerausstellung neu konzipiert und das gesamte Museumsareal mit Europäischem Spargelmuseum und Lenbachmuseum neu überplant.

Während dieser Umstrukturierung wird zusätzlich zu den Räumen, die bisher auch für Sonderveranstaltungen genutzt wurden, der historische Teil des Gesamtkomplexes für unterschiedliche Wechselausstellungen genutzt.
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Hinweise
  • Eine Toilette für Menschen mit Behinderung ist vorhanden
  • Ein rollstuhlgerechter Zugang ist vorhanden

Paartal

Ein ökologisches Kleinod für Naturfreunde ist das auch "Goachat" genannte Paartal. Als Überschwemmungsgebiet der Paar wurde es nur extensiv genutzt, heute gehört es zu den letzten naturnahen Flusslandschaften Bayerns und ist Rückzugsgebiet für viele seltene Pflanzen- und Tierarten.

Mit einigem Glück lassen sich Storch und Großer Brachvogel beobachten. Ein ausgeschilderter Wanderweg mit vielen Informationstafeln führt von Aichach über Schrobenhausen zum Gut Schenkenau. Der Weg kann auch mit dem Fahrrad erlebt und in Schrobenhausen begonnen werden.
 

Stadtmauer

86529 Schrobenhausen
Die Stadtmauer aus dem frühen 15. Jahrhundert, zeigt uns mit den erhaltenen Mauerteilen, den Wehrtürmen und dem Stadtwall ein ziemlich geschlossenes Bild ehemaliger landstädtischer Wehrbaukunst. Die Namen einzelner Türme erinnern an frühere Bewohner, oft städtische Bedienstete, zum Beispiel der  Pflasterer-, der Seelweib- oder der Hebammenturm.

Stadtpfarrkirche St. Jakob

Der mächtige Turm der Stadtpfarrkirche bestimmt schon von Weitem die Silhouette der Stadt. Errichtet im 15. Jahrhundert, steht sie architektonisch unter dem Einfluss des Ingolstädter Liebfrauenmünsters. St. Jakobus dem Älteren geweiht, wohl weil Schrobenhausen an einem alten, aus Böhmen kommenden Jakobspilgerweg liegt. wird sie zu den schönsten spätgotischen Hallenkirchen Altbayerns gerechnet. Links im Altarbereich freigelegte spätgotische Fresken um 1461. Als besinders gelungen wird die Symbiose der spätgotischen Kirche mit dem modern gestalteten Altarraum empfunden. In der Vorhalle ein Wappenstein Herzog Ludwigs des Bärtigen von Bayern-Ingolstadt, der auch die eigenen Leistungen des Herzogs bei der Erweiterung und Befestigung Schrobenhaussens dokumentiert.

Stadtwall

Stadtwall vom östlichen Bürgermeister-Stocker-Ring
Bürgermeister-Stocker-Ring
86529 Schrobenhausen
Der Stadtwall ist ein Teil der Stadtbefestigung,  der früher den inneren und äußeren Stadtgraben trennte. Er wurde im Jahr 1825 bepflanzt und führt uns heute auf einem erholsamen Spaziergang unter mächtigen Kastanien, Buchen und Eichen um die Altstadt. Von der Luft ausgesehen ein grünes Oval, das die Altstadt umschließt und unverwechselbar für Schrobenhausen steht. Zwei Spielplätze am Weg erfreuen unsere kleinen Besucher.

Vorstadtkirche St. Salvator

Blick auf die Vorstadtkirche Sankt Salvator
Gerolsbacher Straße
86529 Schrobenhausen
Errichtet wurde die Kirche St. Salvator in der Vorstadt um 1437 im gotischen Stil. Als Benefiziumkirche war sie zur Pfarrei St. Jakob gehörig. Im 18. Jahrhundert wurde sie dann erweitert und barockisiert. Hier findet man großformatige Deckengemälde des Augsburger Kirchenmalers Ignaz Baldauf.
In der frühen Neuzit war die Vorstadtkirche "Zu unserem lieben Herrn" eine nicht unbedeutende Wallfahrtskirche.