Resonanz – Bilder von Tibor Pogonyi und Jiyun Cheon

Das Museum im Pflegschloss eröffnet am 14. März um 18 Uhr mit der Ausstellung Resonanz seine Sonderausstellungen für dieses Jahr. Die Schau vereint Werke von Tibor Pogonyi und Jiyun Cheon, die sowohl künstlerisch als auch persönlich eng miteinander verbunden sind. Die beiden Künstler lernten sich während ihres Studiums bei Professorin Anke Doberauer an der Kunstakademie München kennen. Heute leben sie gemeinsam mit ihrer Tochter in München.

Tibor Pogonyi – Kunst im Spannungsfeld von Tradition und Gegenwart

Geboren 1974 in Ungarn, begann Tibor Pogonyi sein Studium in Eger, wo er Kunst und Germanistik studierte. Anschließend zog es ihn an die Kunstakademie in München, wo er 2007 sein Diplom erhielt. Zu seinen Auszeichnungen zählen ein Stipendium des Cusanuswerks (2004) und der dritte Platz beim renommierten Celeste Preis (2013). Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und spiegeln eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den drängenden Themen unserer Zeit wider. Seine Bilder sind geprägt von einer spannenden Dualität: Sie wirken vertraut und gleichzeitig fremd. Seine Malerei erinnert an die Alten Meister, doch die Themen sind brandaktuell. Er greift Herausforderungen wie den Klimawandel, die Zerstörung der Natur und das Schicksal von Geflüchteten auf. Mit bedrückender Aktualität verweist er auf eine Welt im Umbruch und regt dazu an, über unsere Rolle in diesen Krisen nachzudenken.

Oel auf Leinwand

Jiyun Cheon – Rätselhafte Bildwelten zwischen Surrealismus und Symbolik

Jiyun Cheon, geboren in Südkorea, begann ihr Studium an der Sookmyung Women’s University in Seoul, bevor sie 2004 an die École Nationale Supérieure d’Arts de Paris-Cergy wechselte und ihr Studium 2008 mit Auszeichnung abschloss. Danach setzte sie ihre Ausbildung an der Kunstakademie in München fort. Ihre künstlerische Entwicklung führte sie von naturalistischen Menschenbildern hin zu einer surrealen, symbolgeladenen Bildsprache. Mit beeindruckender Präzision verbindet Cheon feinste Malerei mit gesellschaftlich relevanten Themen. Ihre Werke irritieren, provozieren und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Sie laden den Betrachter ein, eigene Perspektiven zu hinterfragen und sich mit den vielschichtigen Bedeutungen ihrer Bilder auseinanderzusetzen.

Pianoroom

Resonanz – Ein Dialog zwischen Kunst und Betrachter

Der Titel „Resonanz“ – ein Begriff aus dem Bereich der Akkustik - beschreibt ursprünglich das Mitschwingen eines Körpers durch äußere Schwingungen. In der Kunst steht Resonanz für die Beziehung zwischen einem Werk und seinem Betrachter. Diese Verbindung beginnt oft unbewusst – durch die körperliche Wahrnehmung des Bildes – und entfaltet sich in emotionalen Reaktionen wie Anklang oder Ablehnung. Die Ausstellung Resonanz zeigt, wie Kunstwerke miteinander und mit uns als Betrachtern in Dialog treten. Die Werke von Pogonyi und Cheon offenbaren Beziehungen zueinander und zum Raum, regen zum Nachdenken an und schärfen den Blick für Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die persönliche Resonanzerfahrung jedes Einzelnen wird zur Brücke zwischen Kunst und eigenen inneren Welten.

Die Ausstellung ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Kunst uns berühren, bewegen und aufrütteln kann. Sie lädt dazu ein, Resonanzen zu spüren und dabei neue Erkenntnisse über uns selbst und unsere Zeit zu gewinnen.