Asylbewerber

In der Stadt Schrobenhausen befinden sich zwei dezentrale Asylbewerberunterkünfte. Die Asylbewerber werden vom ehrenamtlichen Schrobenhausener Helferkreis Asyl und verschiedenen sozialen Trägern unterstützt.

Alle zwei Monate trifft sich der Helferkreis Asyl  im Jugendzentrum Greenhaus zum Stammtisch. Neue Helfer sind jederzeit herzlich willkommen!

Ansprechpartner:
Stadtratsreferent für Integration Harald Reisner


Sachstandsbericht zum 12.11.2019


Als im August 2015 die ersten Flüchtlinge nach Schrobenhausen kamen, waren wir vor die Wahl gestellt, als Erstunterbringung die Schulturnhallen des Landkreises (Realschule bzw. Gymnasium) zur Verfügung zu stellen, oder als Übergangslösung die Stadthalle zu nutzen. So zogen damals die ersten Asylbewerber in die notdürftig dafür hergerichtete Stadthalle ein, wobei aber klar war, dass dies nur eine Lösung bis zu den Wintermonaten sein konnte. Im Herbst 2015 wurden die Stadthallenbewohner dann in die zur dezentralen Unterkunft umgebaute „alte Grundschule“ umgesiedelt.

Um die landkreisweit vorgegeben Quote von ein Prozent der Bevölkerung erfüllen zu können, wurde parallel das Areal an der Bürgermeister-Götz-Straße erschlossen und darauf Wohncontainer errichtet.

Für die „alte Grundschule“ wurde zwischen der Stadt und dem Landkreis ein Pachtvertrag auf fünf Jahre (mit Verlängerungsoption) abgeschlossen. Dieser Pachtvertrag läuft 20.12.2020 aus. Weil die Unterbringung von Asylbewerbern (und zwischenzeitlich auch Fehlbelegern) mitten in der Schullandschaft Schrobenhausens problembehaftet ist und darüber hinaus das Gebäude zwischenzeitlich erhebliche bautechnische Mängel aufweist, die dringend behoben werden müssten, wurde im August 2019 ein Gespräch bei der Regierungspräsidentin Els geführt.

Ziel dieses Gesprächs war es, die dezentrale Unterkunft „Alte Grundschule“, die von der Regierung von Oberbayern mit einer Unterbringungskapazität von 180 Personen geführt wird, aufzugeben. Die Regierungspräsidentin hat dem gemeinsamen Wunsch von Landkreis und Stadt entsprochen: Die Regierung ist bereit, die Unterbringungskapazität von 180 Personen auf 100 Personen zu reduzieren. Im Gegenzug verpflichten sich Landkreis und Stadt, Ersatzkapazität für 100 Unterbringungsplätze zu schaffen.
Mit Landrat von der Grün besteht die Absprache, dass die Stadt Schrobenhausen Ersatzkapazität von 60 Personen auf dem Gebiet der Stadt schafft. Die restlichen 40 Plätze will der Landkreis anderweitig unterbringen.

Aus diesem Grund sind wir derzeit in Gesprächen mit Grundstück- und Immobilienbesitzern, um diese 60 Unterbringungsplätze nachweisen zu können. 

Wer über leerstehende Immobilien verfügt, die sich zum Beispiel zur Unterbringung von Familien eignen, oder bereit ist, Einzelpersonen übergangsweise bei sich aufzunehmen, kann sich dazu an die Stadtverwaltung wenden (Kontaktdaten siehe Infokasten auf der rechten Seite).