Stadtnachrichten

Zu Gast auf Malta


Organisiert wurde der Trip von der Berufsschule Ingolstadt. Nach einer Informationsveranstaltung war für Simone Heinrich sofort klar, dass sie teilnehmen möchte. „Ich reise gerne und möchte meine Englischkenntnisse verbessern. Das war für mich sozusagen die optimale Gelegenheit.“ Unterstützung erhielt die Auszubildende dabei von der Stadtverwaltung. „Ich wurde für die drei Wochen freigestellt, das fand ich eine tolle Geste.“

Am Ende wagten 25 Schülerinnen und Schüler das Abenteuer. Im Vorfeld traf sich die Gruppe regelmäßig in der Berufsschule, um sich auf die Reise vorzubereiten. „Von unseren Lehrern bekamen wir ein interkulturelles Training“, berichtet Heinrich, die im Herbst ihr letztes Ausbildungsjahr beginnen wird. Behandelt wurden dabei Fragestellungen wie „Was ist typisch deutsch?“, „Was zeichnet andere Kulturen aus?“ oder „Wie verhalte ich mich in einem fremden Land?“. Für die Auszubildende war das Training eine wertvolle Hilfestellung. „Dadurch habe ich mich sicherer gefühlt.“

Untergebracht wurden die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien. In der ersten Woche stand Englischunterricht an einer Sprachschule auf dem Programm. „Das war intensiv, aber auch sehr effektiv. Wir haben viel zur Grammatik gelernt und viel gesprochen, um unsere Aussprache zu verbessern. Zwischendurch haben wir Arbeitsblätter gemacht oder auch mal Scrabble auf Englisch gespielt.“ Am Ende der Woche schrieb die Gruppe einen Test, den alle erfolgreich bestanden haben.

Die restlichen zwei Wochen absolvierten die jungen Erwachsenen ein Praktikum in unterschiedlichen Betrieben. „Leider war es nicht möglich, dass ich in eine öffentliche Verwaltung gehe“, so Heinrich. Stattdessen unterstützte sie die Bildungseinrichtung Young Engineers. Die Organisationen bietet Kindern auf der ganzen Welt Programme zur Bildungsbereicherung innerhalb der MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technologie) an. Die Mission von Young Engineers besteht darin, Kinder auf die Welt vorzubereiten, in der sie leben und arbeiten werden. „Wir haben Ideen für Workshops gesammelt und ausgearbeitet, die mit Kindern draußen durchgeführt werden können, wie beispielsweise Yoga, T-Shirts bemalen oder Kräuter sammeln.“ An zwei Tagen arbeitete Simone auf einem Feld der Bildungseinrichtung. „Hier haben wir Bohnen und Zwiebeln geerntet, aber auch mal Unkraut entfernt.“

In ihrer Freizeit erkundeten die Auszubildenden zusammen die Umgebung. Ob eine Stadtrallye durch Valetta mit anschließendem Pizzaessen, ein Besuch der Nachbarinsel Gozo oder ein Ausflug zur Blauen Lagune. „Das klare, hellblaue war wirklich atemberaubend. So etwas gibt es eben in Deutschland nicht“, stellt Simone Heinrich heraus. „Es war generell spannend, die Unterschiede zwischen beiden Ländern zu sehen. Für uns sind viele Dinge einfach selbstverständlich, die es dort nicht sind. Zum Beispiel darf man auf Malta nicht aus dem Wasserhahn trinken.“

Auf die Frage, ob sie wieder an einem Auslandsaufenthalt mitmachen würde, entgegnet die 18-Jährige sofort: „Ja! Ich habe nicht nur mein Englisch verbessern können, der Trip hat mich auch persönlich weitergebracht. Wir mussten viel im Team zusammenarbeiten und uns an fremde Menschen und deren Kultur anpassen. Die Erfahrungen waren sehr wertvoll für mich.“