Stadtnachrichten

Begehung zur Barrierefreiheit: Ergebnisse vorgestellt


Viele Stationen wurden von der teilnehmenden Gruppe besucht: Vom Busbahnhof über einzelne Fußwegübergänge im Zentrum und einzelnen Behinderten-Parkplätzen bis hin zum VHS-Gebäude -  die elf Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben alles genau unter die Lupe genommen. Darunter befanden sich auch Helga Zech vom Bayerischen Blindenbund (mit Blindenhund) sowie Rollstuhlfahrer Hans Kriss, die viele praktische Hinweise gegeben haben.

Walter Thunwald präsentierte im Beisein aller Beteiligten jene Erkenntnisse, die er bei der Begehung gewonnen hatte. Sein Fazit: „In Schrobenhausen gibt es gute Ansätze zur Barrierefreiheit. Diese sind überwiegend für gehbehinderte Menschen und Rollstuhlfahrer gedacht. Festzustellen ist, dass es in Schrobenhausen für Blinde, Sehbehinderte und Hörbehinderte nur wenige barrierefreie Zugänglichkeiten im öffentlichen Raum gibt.“

Viele „Problemstellen“ können mit wenig Aufwand behoben werden: So wurden bereits die taktilen Einlassungen an Übergängen weiß gestrichen, damit diese für Sehbehinderte besser zu erkennen sind. Zudem werden Gegenstände wie Mülleimer unter Waschbecken von Behinderten-WCs entfernt bzw. so aufgestellt, dass diese die notwendige Bewegungsfreiheit für Rollstuhlfahrer nicht beeinträchtigt. Und auch die Behindertenparkplätze sollen zukünftig im städtischen Flyer „Richtig Parken und Halten in Schrobenhausen“ eingezeichnet werden.

Bürgermeister Harald Reisner zeigte sich den Kritikpunkten offen gegenüber und versprach, gemeinsam mit der Stadtverwaltung an den jeweiligen Problemstellen zu schrauben. „Natürlich können wir nicht alles auf einmal angehen. Aber einige Punkte lassen sich schnell lösen und das werden wir auch umsetzen.“ Der Rathauschef bedankte sich zum Schluss bei allen Teilnehmer und deren konstruktive Kritik. „Wir müssen uns gegenseitig unterstützen. Nur so kommen wir voran und können etwas bewirken.“

Begehung Innenstadt zur Barrierefreiheit Mai 2021