Stadtnachrichten

Bayerns Bau- und Verkehrsminister zu Besuch


Bürgermeister Stephan berichtete zunächst von der Ortsumfahrung Mühlried, deren Genehmigung kürzlich von der Regierung von Oberbayern versagt worden war. Stephan will mit einer Veranstaltung im Herbst die Bürger informieren und dem Stadtrat einen weiteren Vorstoß empfehlen. Dazu soll eine neue Konsenstrasse erarbeitet werden. Reichhart sprach hierfür seine Unterstützung aus. Ihm sei bewusst, dass es in Bayern wenige Kommunen gibt, die durch die Topographie und die Bahnlinie derart in der Entwicklung benachteiligt seien. Hinzu kämen die verschiedenen Mobilitätswünsche, denen man als Kommune nachkommen müsse. „Hierfür gibt es keine Patentrezepte, sondern die Strategien müssen an die örtlichen Gegebenheiten angepasst und mit den Betroffenen zusammen erarbeitet werden“, so der Jurist.

Aus Sicht von Thomas Bauer spielt auch die Akzeptanz eine große Rolle. Von Vorschlägen, wie einem Parkplatz an der B300 für Pendler mit Shuttle in die Stadt und zu den großen Unternehmen, hält er wenig. „Das nehmen die Menschen nicht an. Da bin ich Realist genug.“ Und eine Takterhöhung auf der Paartalbahn ergibt für ihn erst dann Sinn, wenn bessere Möglichkeiten zur Überquerung der Bahnlinie geschaffen werden. „Ohne bauliche Maßnahmen wird es nicht gehen“, da waren sich Thomas Bauer und Staatsminister Reichhart einig.
 
Wie man Bürgerbeteiligung erfolgreich praktiziert, hat die Stadt Schrobenhausen bereits bei der Neugestaltung der Innenstadt bewiesen. Reichhart lobte den Prozess als vorbildlich. Es sei der richtige Weg, alle an einen Tisch zu holen. Nur so könne es gelingen, die verschiedenen Interessen wie beispielsweise ausreichend Parkflächen aber auch abgetrennte Bereiche für das sichere Fortkommen der Fußgänger oder einen verkehrsberuhigten Platz unter einen Hut zu bekommen. Beim Rundgang durch die Altstadt verschaffte sich Reichhart einen persönlichen Eindruck vom Fortschritt der Umgestaltung. Aus eigener Erfahrung stach dem jungen Familienvater der barrierefreie Ausbau ins Auge: „Ich weiß, was es bedeutet, einen Kinderwagen über Pflaster zu schieben.“ Sichtlich Spaß bereitete auch die Inbetriebnahme der neuen Wasserläufe und technisch modernisierten  Brunnen in der südlichen Lenbachstraße sowie in der Zeil. Eine kleine Wasserschlacht bei hochsommerlichen Temperaturen durfte da nicht fehlen.