Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Stadt Schrobenhausen - Lenbachstadt im Spargelland  |  E-Mail: information@schrobenhausen.de  |  Online: http://www.schrobenhausen.de

Altbaierischer Oxenweg

Ochsen

Altbaierischer Oxenweg im Schrobenhausener Land

Die Vorstellung vermittelt ein Flair von Wildem Westen: Zwischen 1350 und 1750 wurden jährlich bis zu 200.000 Ochsen aus der ungarischen Tiefebene nach Mitteleuropa getrieben, um den großen Fleischhunger der Bürger aufstrebender Städte zu stillen. Eines der Ziele war Augsburg, damals eine der bedeutendsten Handelsstädte Europas. Diese alten Kultur- und Handelswege sind weitgehend in Vergessenheit geraten.

 

Hauptumschlagplatz für Ochsen aus der ungarischen Tiefebene war Wien. Die Triebwege nach Süddeutschland verliefen zunächst an der Donau entlang zur Grenzstadt Schärding. Von dort aus führten zwei Wege nach Augsburg: eine über das Dachauer Land, ein zweiter über das Schrobenhausener Land. Ochsenherden waren mehrere Wochen unterwegs und mussten bis zu 1.000 Kilometer getrieben werden, um ihr Ziel zu erreichen.

 

Einer dieser Triebwege nach Augsburg führte durchs Paartal. Seit 2012 haben die Gemeinden Aresing, Brunnen, Gachenbach, Langenmosen, Waidhofen sowie der Markt Hohenwart unter der Federführung der Stadt Schrobenhausen ein von LEADER gefördertes Projekt durchgeführt mit dem Ziel, diesen alten Handelsweg in Form von Wander- und Radwegen wieder ins Gedächtnis zu rufen - und dabei ans Wittelsbacher Land anzuknüpfen, das diesen Weg schon seit 2003 bewirbt. Im Oktober 2015 wurde das Projekt zum Abschluss gebracht. Eine detailliertere Übersicht über die wichtigsten Stationen des Projekts gibt es hier http://www.schrobenhausen.de/index.php?id=0,238

 

 

Routenkarte

 

 

Transnationales Oxenwegprojekt

 

Parallel zum regionalen Projekt „Der Altbaierische Oxenweg" wurde von sieben LEADER-Aktionsgruppen aus Bayern und Oberösterreich, darunter den LAG's Altbayerisches Donaumoos, Wittelsbacher Land und Dachau AGIL, das transnationale Projekt „Der Europäische Oxenweg" zum Abschluss gebracht. Wichtigste Ergebnisse dieses Projekts sind ein Buch und ein Film, beide mit dem Titel „Der Europäische Oxenweg". Das großformatige, reich bebilderte Buch mit 140 Seiten, das die Augsburger Autorin Ágnes Sillo-Menzel verfasst hat, ist als E-Book kostenlos erhältlich. Der Filmautor Axel Mölkner-Kappl, der auch für den Bayerischen Rundfunk arbeitet, hat einen 24-minütigen Film zum Thema zusammengestellt.

 

Buch und Film stellen nicht nur die Ochsenzucht in Ungarn und die Ochsentriebe dar, sondern auch die heutigen touristischen Ziele der am Projekt beteiligten Regionen, darunter auch das Schrobenhausener Land. Sie können hier heruntergeladen werden: http://www.schrobenhausen.de/index.php?id=0,238

 

 

Begriffe - kurz erklärt

 

Die in alten historischen Quellen verbreitete Schreibweise „Ox" wurde gewählt, um den Weg vom „Ochsenweg" in Schleswig-Holstein besser unterscheiden zu können. Altbayern ist das Gebiet des alten Kurfürstentums Bayern, also noch ohne die erst nach 1801 gewonnenen fränkischen und schwäbischen Gebiete. Der gesamte Weg von Ungarn nach Bayern wird als „Europäischer Oxenweg" bezeichnet. In Ungarn heißt der Weg „Magyar szürkék útja" - Straße der ungarischen Grauochsen.

 

 

Oxenfleisch

 

 

Alte Schreibweise: „oxen fleisch" (aus dem Ratsprotokoll der Stadt Schrobenhausen 1660).

Diese alte deutsche Kanzleischrift kennt noch nicht die heute übliche  Groß- und Kleinschreibung.

 

 

 

Ansprechpartner in allen Fragen rund um den Oxenweg

im Schrobenhausener Land:

Max Direktor

Email: maxdirektor@t-online.de

Telefon: 08431 / 47340

Kulturamt der Stadt Schrobenhausen

Email: kultur@schrobenhausen.de

Telefon: 08252 / 90-237

 

 

Zahlreiche Informationen zum Oxenweg finden Sie auch auf der internationalen Homepage http://www.oxenweg.net/

drucken nach oben