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Klimawandel

Eine wesentliche Eigenschaft des Erdklimas ist es, großen Schwankungen zu unterliegen. Relativ warme Phasen, sog. Warmzeiten, wechseln sich mit relativ kalten Phasen, sog. Eiszeiten ab. Im Verlauf der 4,6 Milliarden Jahre der Erdgeschichte hat sich das Klima etliche Male verändert. Auf Grund wissenschaftlicher Analysen lässt sich feststellen, dass die Erdtemperatur sehr stark von der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre abhängt. Demnach sind Warmzeiten durch eine hohe und Eiszeiten durch eine niedrige Konzentration der Treibhausgase gekennzeichnet.

 

Zu den Treibhausgasen zählen Kohlendioxid (CO2), das bodennahe Ozon (O3), Lachgas oder Distickstoffoxid (N2O), Methan (CH4) und die ausschließlich vom Menschen produzierten fluorierten Verbindungen (FCKW und H-FCKW) sowie weitere Gase mit deutlich geringeren Konzentrationen in der Atmosphäre. Sie alle lassen die eingehende kurzwellige Sonnenstrahlung relativ ungehindert zur Erdoberfläche durch, absorbieren aber teilweise langwellige Strahlen - wie jene, die von der Erdoberfläche kommen. Auf diese Weise verhindern sie, dass die auf der Erde entstehende Wärme wieder komplett ins All entweicht sie. Somit verringern sie den Anteil der in den Weltraum abgegebenen Wärmestrahlung. Die Folge: die Erde erwärmt sich.

 

Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt hätte sich auf der Erde übrigens gar kein Leben entwickeln können. Es wäre viel zu kalt. Herrschte an der Erdoberfläche ein reines Gleichgewicht von Ein- und Ausstrahlung, lässt sich rechnerisch ermitteln, dass die Erde eine durchschnittliche Oberflächentemperatur von -18° C haben müsste. Die durchschnittliche Erdoberflächentemperatur beträgt jedoch dank des natürlichen Treibhauseffekts +15° C.

 

Erhöht sich der CO2-Wert und der anderer Treibhausgase in der Erdatmosphäre, fällt auch die Absorption der einfallenden Sonneneinstrahlung höher aus. Gleichzeitig wird die Wärmeabstrahlung ins Weltall vermindert. Folglich steigen die Temperaturen auf der Erde. Mit der Industrialisierung hat der Mensch die Zusammensetzung der Atmosphäre gravierend verändert und den Anteil an Treibhausgasen seither deutlich erhöht. Diese erhöhten Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosphäre bewirken den zusätzlichen, vom Menschen verursachten Treibhauseffekt (anthropogener Treibhauseffekt), der den natürlichen Treibhauseffekt verstärkt und als Folge das Klima spürbar erwärmt.

 

Um eine Vorstellung von den Dimensionen zu bekommen: 2009 gelangten nach Angaben des Bundesumweltamtes weltweit beinahe 29 Milliarden Tonnen CO2 durch den Menschen zusätzlich in die Atmosphäre. Diese Emissionen können nur bedingt von natürlichen Kohlenstoff-Speichern wie Ozeanen oder Wäldern absorbiert werden und reichern sich daher in der Atmosphäre an. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts nahm laut IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 280 auf 379 ppm (parts per million = Teilchen pro Millionen Luftmoleküle) zu, im weltweiten Durchschnitt stieg dadurch die Temperatur bereits um rund 0,74°C. Es wird geschätzt, dass menschliche Aktivitäten (v.a. durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas, die globale Entwaldung und damit Freisetzung von gespeichertem CO2 sowie durch die industrielle Landwirtschaft) die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von derzeit rund 380 ppm auf 550 ppm bis 2100 erhöhen könnten. Schätzungen zufolge wird sich die globale Temperatur bis 2050 um bis zu 4,5°C erhöhen.

Klimatologen fordern, den Anstieg auf höchstens 2 °C zu begrenzen, darüber würden die Folgen der Erderwärmung für den Menschen sicherlich unbeherrschbar. Es ist also höchste Zeit, etwas zu tun.

 

Kennen Sie Ihren persönlichen CO2-Ausstoß? Möchten Sie wissen, wie Sie sich verbessern können? Über den CO2-Rechner können Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabruck ermitteln.

 

 

Daten und Hintergrundinformationen zum Klimawandel:

Bundesumweltamt

Bundeszentrale für politische Bildung

BMU Kampagne „Klima sucht Schutz"

Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)

 

 

Kindgerecht aufbereitete Informationen halten die Bundeszentrale für politische Bildung und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bereit.

 

Für alle, die es eilig haben: Kurze und knappe Zusammenfassung der Reihe WissensWerte.

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