5. bis 11. August 2013
5. Literarische Sommerakademie Schrobenhausen mit Rahmenprogramm
LISA ist eine Veranstaltung der Stadt Schrobenhausen in Zusammenarbeit mit dem VS Bayern und der LMU München.
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Leiter der Akademie ist Arwed Vogel, freier Schriftsteller und Dozent für Kreatives Schreiben und Poetik in der Erwachsenenbildung und an der LMU München. Seine Erzählungen, Kurzgeschichten und Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sein erster Roman „Die Haut der Steine" erschien 2003. Zahlreiche Unterrichtsmaterialen für verschiedene Schularten zu Erzähltechniken und Methoden des Schreibens wurden in den letzten Jahren publiziert. Er ist Mitglied im Landesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller und Medienrat der Schriftstellerorganisationen.
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Kursauswahl 2013:
Reinhold Ziegler: ANDERE WELTEN. Science Fiction, Fantasy, Mystery
In jedem Fall erfordert das Schreiben in diesem literarischen Bereich nicht weniger als die Erschaffung eigener Welten. Thema des Workshops ist nicht so sehr die Abgrenzung der Genres, als vielmehr deren gemeinsame Basis.
Wie weit darf die Unwahrscheinlichkeit gehen, wie richtet man in der Fiktion eine reale Welt ein? Was bleibt unveränderbar, was darf phantasiert werden? Den Blick schärfen für Zukunftsansätze... Die Phantasie über das Heute hinaus fliegen lassen ... Figuren erschaffen, die mit anderen Umwelt-Bedingungen konfrontiert sind ...
Im Vordergrund der Schreibübungen stehen die Erarbeitung und Belebung von anderen Welten in passender Sprache, der Figurenaufbau, die Logik der Handlung.
Mitgebrachte Konzepte können besprochen werden. Für Schreib-Aufgaben wäre ein Notebook hilfreich.
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Reinhold Ziegler, Jahrgang 1955, war zunächst Ingenieur und Konstrukteur, dann technischer Fachjournalist - und immer zugleich auch Schriftsteller. Vier seiner vielen Romane für Jugendliche und junge Erwachsene behandeln Zukunftsthemen: GRID alive (2010 - Künstliche Intelligenz), Nachtläufer (2008 - Klimakatastrophe), Perfekt Geklont (2005 - Klonen) und, vielfach preisgekrönt, Version 5Punkt12 (1997 - Computerwelt). 1986/1998 stand er auf der „Auswahlliste Deutsche Jugendbuchpreis", erhielt 1986 den Peter-Härtling-Preis,1990 den Staatlicher Förderpreis für junge Schriftsteller und Schriftstellerinnen des Bayerischen Kultusministeriums, in den letzten Jahren einige internationale Literaturpreise.(www.reinhold-ziegler.de)
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Edda Ziegler: BILDER DER ERINNERUNG. Szenen - Personen - Reflexionen im autobiografischen Text.
Im Mittelpunkt des Workshops soll diesmal die Arbeit an den autobiografischen Projekten der TeilnehmerInnen stehen; gleich, ob diese als Autobiografie, Lebensabschnittsbiografie, Familiengeschichte konzipiert sind oder als fiktionaler, von lebensgeschichtlichem Material angeregter Text. Wir wollen am Konzept der Projekte arbeiten, dazu Inhaltsangabe/ Gliederung/ Exposé formulieren und in Schreibübungen die Gestaltungsmöglichkeiten unterschiedlicher Textformate ausprobieren, wie z.B. Familienszenen, zeitgeschichtliche und reflektierende Passagen. Als Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit sind mitzubringen: ggf. aktuelle Texte; auf jeden Fall alte Familienfotos, um die Erinnerungen zu beleben.
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Edda Ziegler, Dr. phil., Sachbuchautorin und Publizistin, ist Dozentin für Neuere Deutsche Literatur und Buchwissenschaft an der Universität München und an der Münchner Volkshochschule. 2000 - 2007 leitete sie das LMU-Projekt „Manuskriptum. Münchener Kurse für Kreatives Schreiben"; derzeit ist sie Studienleiterin im Seniorenstudium der LMU. Einem breiteren Publikum bekannt wurde Edda Ziegler durch ihre Biografien über Heine und Fontane, sowie die Geschichte des Piper Verlags. Neueste Buchveröffentlichung: Verboten - verfemt - vertrieben. Schriftstellerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. dtv 2010
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Norbert Niemann: SPIEGEL DER WELT. Theorie und Praxis des Romans.
Die Kunst des Romanschreibens steht im Mittelpunkt dieses Kurses. Der Dozent, Schriftsteller Norbert Niemann, erläutert die Entwicklung des Epischen an ausgewählten Beispielen der Weltliteratur, setzt sich mit unterschiedlichen literarischen Formen auseinander und erklärt ihren Zusammenhang mit der Darstellung gesellschaftlicher Wirklichkeiten. Der mehrfach ausgezeichnete Autor gibt praktische Tipps zu Recherche, Planskizzen und der Erarbeitung von Charakteren. In der Gruppe werden Möglichkeiten des Romanaufbaus erarbeitet und die Projekte der Teilnehmer sprachlich und poetologisch beleuchtet. Für diesen Kurs sind Romanentwürfe und Textproben mitzubringen.
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Norbert Niemann studierte Germanistik, Musikwissenschaften und Geschichte und arbeitet als freier Schriftsteller in Chieming. Er veröffentlichte unter anderem die Romane „Wie man's nimmt", „Schule der Gewalt" und „Willkommen neue Träume". 1997 wurde er mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für das Romanprojekt „Die Einzigen", der voraussichtlich 2013 erscheint, erhielt er ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds e.V. Für das Musik-Theater-Stück „Musicophilia" nach dem gleichnamigen Buch von Oliver Sacks, das im November 2012 in München uraufgeführt wird, schrieb er die Bühnenfassung. Im Frühjahr 2014 erscheint der neue Roman „Die Einzigen". |
Dagmar Leupold: INS SCHWARZE TREFFEN. Kurze Prosa.
Kurze Prosa funktioniert nach eigenen Gesetzen - sie ist keinesfalls einfach nur erzählende Prosa, die nicht mehr als eine bis vier Seiten umfasst. Das Verhältnis von Auslassung und Erzählung muss sehr fein austariert werden, damit Statik und Dramaturgie stimmen. Kurze Prosa schlägt ein - Volltreffer - und wenn ein solcher Text gelingt, dann dauert er weit über die Lesezeit hinaus.
Wir wollen uns im Seminar mit einigen Beispielen solch knapper Erzählkunst (Kopien werden mitgebracht) befassen und natürlich selbst schreiben. Erzähltheoretische und ästhetische Überlegungen werden ebenso eine Rolle spielen wie Handwerkliches. Die entstandenen Texte werden gemeinsam besprochen und lektoriert.
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Dagmar Leupold studierte Germanistik, Philosophie und Klass. Philologie in Marburg und Tübingen. Nach dem Studium Deutschlehrerin und Redaktionsassistentin in Florenz. Promotion in Vergleichender Lit.Wissenschaft an der City University New York. Seit 1985 freie Autorin und Übersetzerin (aus dem Ital. und Engl.), zahlreiche Veröffentlichungen, darunter mehrere Gedichtbände, zuletzt die Romane „Eden Plaza" (2002), „Nach den Kriegen" (2004), „Die Helligkeit der Nacht. Ein Journal" (2009). Für das beste Prosadebüt, den Roman „Edmond", erhielt sie 1992 den Aspekte-Literaturpreis. Im Herbst 2013 erscheint im Verlag Jung und Jung der Roman „Schwarzarbeit". Dagmar Leupold ist seit 2002 geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Literaturfonds e.V. und leitet seit 2004 das „Studio Literatur und Theater" der Universität Tübingen.
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Petra Morsbach: ERZÄHLEN UND SPRACHE. Textarbeit für Unzufriedene.
Wenn die Geschichte auf Anhieb perfekt ist, muss sich der Autor übers Schreiben
keine Gedanken machen. Was aber, wenn’s nicht, oder nicht richtig, klappt? Im
Grunde ist genau das unser Alltag: Geschriebenes verbessern, anstatt es
wegzuwerfen.
Man kann aus der eigenen Sprache lernen, denn die Sprache weiß mehr als der
Autor. Fehler sind nichts Peinliches, sondern Wege zum Ziel. Sprachbewusstsein
kann man erwerben und erweitern, es hat mehr mit Praxis zu tun als mit Theorie.
In diesem Kurs wollen wir gemeinsam an Texten arbeiten.
Bitte Textproben von maximal zwei Seiten zusammen mit der Anmeldung nach
Schrobenhausen schicken (Stichwort: Erzählen und Sprache). Die ausgewählten
Teilnehmer werden vier Wochen vor Beginn benachrichtigt. Alle eingereichten
Texte werden im Kurs besprochen. Bitte Block und Stift mitbringen.
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Petra Morsbach, Jahrgang 1956, hat fünf Romane (zuletzt „Der Cembalospieler", 2008, und „Gottesdiener", 2004) und einen sprachphilosophischen Essay („Warum Fräulein Laura freundlich war. Über die Wahrheit des Erzählens", 2006) veröffentlicht und dafür mehrere Preise erhalten. Im Jahr 2012 ist sie Sylter Inselschreiberin. Im Herbst erscheint ihr Roman „Dichterliebe".
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Wir danken der Buchhandlung an der Stadtmauer Schrobenhausen für die Veröffentlichung der Teilnehmer-Texte 2012 auf ihre Homepage unter:




